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16. Was ist noch für die Umstellung zur Wohlfühlernährung zu beachten?

Was kann dir bei einer Umstellung von gewohntem Essverhalten in ein neues gewünschtes Verhalten helfen? Hier noch ein paar Punkte vorweg, die dich bei unserer kleinen Ernährungsumstellungsreise begleiten werden.

 

Mach es dir einfach!

Gestalte deine Umgebung so, dass dir die Umsetzung der neuen Gewohnheit leichtfällt. Bereite deine Reise also gut vor und seien Sie mit dem Notwendigen ausgestattet.

Du stellst deine Willenskraft sonst ganz schön auf die Probe. So zum Beispiel, wenn Sie Ihre Lieblingssüßigkeit den ganzen Tag vor Augen haben und somit ununterbrochen zu sich selbst "nein" sagen müssen. Das wird mit jedem Mal schwerer. Also checken Sie Ihr Umfeld und leiten Sie sich selbst unbewusst zu Ihrem gewünschten Verhalten.

 

Fehler akzeptieren und weiter üben, üben, üben....

Lass dich nicht durch Rückschläge entmutigen. Bleib am Ball.

Das alte Verhalten bzw. die nervige Essgewohnheit hat ihren Zweck. Sie ist eine Routine, auf die du sofort ohne großes Nachdenken zurückgreifen kannst und die dir bestenfalls Wohlbefinden bzw. Stresslinderung beschert. Also kann es dir gerade in schwierigen Situationen passieren, dass du plötzlich in alte Gewohnheiten zurückfällst, obwohl doch alles bereits so gut funktionierte.

Sprich diese gewohnte Straße ist gut ausgebaut. Um eine neue Gewohnheit anzunehmen, musst du diese so oft es geht anwenden, bis diese genauso ausgebaut und somit das neue gewünschte Verhalten als Soforthilfe verfügbar ist. Das braucht Wiederholung und Zeit. Also ist hier Ausdauer gefragt, um sich nicht von Rückschlägen entmutigen zu lassen. Fehler sind ausdrücklich erlaubt. Mach dir doch zur Sicherheit einen Notfallplan. Wer oder was kann dir helfen weiterzumachen, wenn du kurz vor dem Aufgeben stehst?

 

Realistische Etappenziele setzen!

Stelle deine Gewohnheiten in kleinen Schritten um. Reise in Etappen. Umsetzbar und leicht durchzuhalten. Also nicht alles auf einmal. Fangen mit etwas FÜR DICH leicht Umsetzbaren an. Was lässt sich leicht ändern?

So ähnlich wie du Routinetätigkeiten (wie z.B. das Fahrrad fahren als Kind) gelernt hast. Diese Fähigkeiten durften sich idealerweise auch langsam verankern. Andernfalls würde wahrscheinlich so manches Kind niemals das Fahrradfahren oder Schwimmen lernen.

Für einen Menschen, der z.B. jeden Tag 2 Tafeln Schokolade verzehrt sind andere Ziele im Bezug auf seinen Zuckerkonsum realistisch, als für jemanden der sich nur hin und wieder Schokolade gönnt.

 

Belohne dich!

Diesen Punkt solltest du auf keinen Fall vergessen. Belohne dich!

Damit sich die neuen Gewohnheiten besser verankern und das Lernen erfolgreich ist, solltest du dir für jede neu erlernte Gewohnheit attraktive Belohnungen versprechen.

 

Führe dein Reisetagebuch und notiere jeden Erfolg!

Zur persönlichen Motivation schreibe dir so viel wie möglich auf: alles zur Bewegung, Ernährung und alle weiteren umgesetzten Vorhaben. So hast du eine Dokumentation darüber, was bereits alles gut gelaufen ist. Vor diesem Hintergrund fallen kleinere Fehler gar nicht so sehr ins Gewicht und die Erfolge vor Augen zu haben kann enorm motivieren.

 

Ich persönlich finde eine attraktive langfristige Belohnung ist in jedem Fall, dass du dir anschließend (meistens) dein (Ess-)verhalten immer wieder bewusst machen kannst. Du hast die Möglichkeit die Kontrolle über dein Verhalten zurückzuerlangen und es bewusst zu tun. Du hast häufiger die Möglichkeit selbst zu entscheiden und dich manipulierenden Fremdeinflüssen zu entziehen.

 

 

Probiere es aus. Aus Erfahrung weiß ich, es kann sehr spannend und erkenntnisreich werden. Was eine Reise ebenso mit sich bringt.  (10)

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