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5. Zeit für dich!


Hörversion


Gleich geht es mit der intensiven Auseinandersetzung mit dir selbst und deinem Essverhalten los.

Dazu ein paar Worte. Ich weiß, wie unglaublich durchgetaktet ein Alltag sein kann und wahrscheinlich ist das auch bei dir so. Besonders wenn du mitten im Leben stehst. Aus diesem Grund blocke dir jeden Tag deine Zeit, um dich mit deiner Ernährungsumstellung zu beschäftigen. Meiner Erfahrung nach funktioniert es sonst nicht. Wir haben täglich so viele Aufgaben, die auf uns einströmen und die wir auch an einem Tag meistens gar nicht erledigen können. Damit etwas Platz in unserem Leben findet, müssen wir es ganz konkret einplanen. Das ist auch die Faszination mit dem Punkt Sport. So kommen viele Menschen abends nicht mehr dazu Sport zu machen. Hier ist es dann zum Beispiel sinnvoll, den Sport für 15 Minuten (ja, auch das reicht z.B. für Kräftigungsübungen) auf den Morgen zu legen.

Als Automatismus: „Bevor ich etwas anderes mache, mache ich zuerst meinen Sport.“

Und gerade, wenn wir etwas ändern möchten, müssen wir uns es genau einplanen, sonst sind wir sofort wieder in der alten Routine. Das ist normal, denn die funktioniert ja und ist perfekt eingeübt.

Ein Plan kann tatsächlich Freiheit für dich bedeuten. Genauso wie die Einführung guter Rituale. Ein Ritual kann zum Beispiel die liebvolle Zubereitung deiner Lunch-Box, auf die du dich dann schon für den nächsten Tag freuen kannst, sein. Wir müssen nicht mehr nachdenken. Wir sind im Kopf entlastet, weil wir es aufgeschrieben bzw. vorausgeplant haben. Wir können uns dann einfach auf unseren Plan oder nach längerem Anwenden unsere Routine/Rituale, verlassen. Glaube mir, die Mühe ist es wert. Genauso wie die Vorbereitung deiner Essenswoche oder zumindest des nächsten Tages. Du musst dann nur noch anwenden. Du kannst dich auf deinen eigenen Plan, also deine eigene Führung verlassen. (Der Plan kann grob oder detailliert sein. Es geht darum, dass du eine Vorstellung davon hast, was du verwirklichen möchtest und dir diese Zeit einplanst.)

 

Hier ein Beispiel, was selbstverständlich in dem Ablauf überhaupt nicht für dich passen muss:

Vielleicht ist nun auch ein guter Zeitpunkt, um zu schauen: Was kannst du vielleicht loslassen?

Das ist sehr interessant, wenn man sieht, wieviel Zeit am Tag überhaupt zur Verfügung steht.

Dann wird einem manchmal bewusst, warum manches Projekt unter dem Motto: Müsste ich auch mal machen, nie in Angriff genommen wird.

Es ist gar nicht möglich.

Das kann eine sehr entlastende Erkenntnis sein. Zu wissen, den Stress brauche ich mir nicht zu machen. Eine realistischere Vorstellung zu haben, wieviel Platz einzelne Themen an einem Tag, eben nur finden können. Dass es ein sinnloses Unterfangen ist, manches Projekt in kurzer Zeit abzuschließen zu wollen bzw. immer alles unter einen Hut zu bringen. Es liegt meistens eben nicht an uns. Uns fehlt tatsächlich die Zeit.

Ebenso fällt uns auf, was mit Dingen passiert, die wichtig und gut nur für uns selbst sind und die wir nicht einplanen. Dann wird nie der richtige Zeitpunkt kommen! Es ist immer genug anderes zu tun, was unseren Tag füllt.

 

Und die größte Erkenntnis ist: Wir können eh nie alles schaffen. Immer nur jeden Tag dranbleiben.

Dabei können feste Zeiten sehr gut helfen.

Als Beispiel: Ich mache genau eine Stunde Buchhaltung am Tag. Danach höre ich auf. Lasse das Thema für den Tag los und widme mich einem anderen. Ohne schlechtes Gewissen, weil ich dieses Thema genau auf die nächsten Wochen geplant habe.

Natürlich ist das nicht immer möglich. Manchmal muss es auch schnell und kurzfristig gehen. Aber im Großen und Ganzen, können wir so unser Leben schöner und aktiver gestalten und damit auch loslassen.

Besonders unsinnige Schuldgefühle, warum wir denn irgendetwas schon wieder nicht geschafft haben. Denn wenn wir uns unsere Aktivitäten aufschreiben, sehen wir den Grund schwarz-weiß vor uns. ;-)

 

 

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